Für wen mach‘ ich das eigentlich?

Schwierig genug, dass sich Destiny nicht eindeutig innerhalb der GNS-Kategorien einordnen lässt und in Wahrheit in allen drei Bereichen ziemlich gute Arbeit leistet (was marketing-technisch natürlich ein Nachteil ist). Ich sollte daher zumindest versuchen, in den übrigen Zielgruppen-Dimensionen möglichst scharf zu bleiben:

  1. Spielleiter – Spieler. Die Lebenserfahrung sagt, Produkte wie dieses werden von Spielleitern gekauft bzw. ausgewählt. Also Spielleiter.
  2. Leser – Sammler – Praktiker. Zum Lesen zu kompakt (<300 Seiten), zum Sammeln das falsche Format (klein und Softcover), also eindeutig für Praktiker.
  3. Anfänger – Fortgeschrittene. Für Anfänger hab‘ ich bereits Destiny Beginner herausgebracht, d.h. ich werde in Destiny das Rad nicht mehr neu erfinden. Ich werde zwar auch nichts voraussetzen, aber den Leser vielleicht nicht ganz so stark an der Hand nehmen.
  4. Old-School – Indie-esque. Ich habe nicht vor, Destiny als das neue Old-School-Rollenspiel zu positionieren. Das wäre Etikettenschwindel, denn Konzepte wie Szenenregeneration und Affinitäten sind einfach nichts Old-Schooliges. Außerdem habe ich diese Nische ja schon mit Destiny Dungeon bereichert.

Meine Zielgruppe ist anscheinend ein SL, der gekaufte Sachen tatsächlich spielt, kein Anfänger mehr ist und progressive „Indie“-Konzepte zu schätzen weiß. Im Hinblick auf die Ausgewogenheit der GNS-Elemente würde ich noch hinzufügen, dass er verschiedene Aspekte eines Spiels zu würdigen weiß, aber von keinem überfordert werden will.

Das ist also der Typ, der mir in den nächsten Wochen mahnend über die Schulter schauen und dafür Sorgen wird, dass ich nicht zu sehr in die eine oder andere Richtung abdrifte. Hat jemand einen Namensvorschlag für ihn?

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5 Gedanken zu “Für wen mach‘ ich das eigentlich?

  1. Hm, ist Destiny soviel komplexer/taktischer als Destiny Dungeon? Denn da halte ich nicht wirklich für gamistisch. Erzählerisch und vielleicht auch simulationsgetrieben schon eher.

    • Das G ist sicher am schwächsten ausgeprägt und das N am stärksten, aber wenn du dir mal anschaust, wie man diverse Talente kombinieren kann, wie man Behinderungspunkte taktisch nutzen kann u.ä., da gibt es schon einiges an Taktikspielmöglichkeiten.

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