Die kleinen Dinge

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mich freuen bei einem Rollenspiel vor allem immer die kleinen Dinge. Abbildungen von Münzen, Karten, Wappen oder Kalenderdarstellungen. Für Araclia habe ich ein Kalender-Dings in Auftrag gegeben, ohne es genauer zu spezifizieren, und Marco hat ein ganz zauberhaftes Ornament geliefert, das ich euch nicht vorenthalten möchte.

Inhaltlich handelt es sich um das in Araclia weithin gebräuchliche Schema des Naspatischen Kalenders, eingeführt von Königin Naspate während der Goldenen 100 Jahre. Anstelle von 5 namenlosen Tagen (ich habe mich immer schon gefragt, warum sich der Namenlose an einen von Menschen gemachten Kalender hält), habe ich lieber 5 Gedenktage eingeführt, an denen landläufig gefeiert und Andacht gehalten wird. Das Jahr beginnt übrigens nicht oben, sondern links mit der „Uxulawende“, an der die Leute üblicherweise Nüsse knacken und sich freuen, wenn sie eine leere Nuss finden. Die Leere symbolisiert ein offenes, noch nicht vorbestimmtes Schicksal, sozusagen ein Leben, in dem noch alles möglich ist.

Aber mehr dazu beizeiten im Araclia-Kompendium.

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8 Gedanken zu “Die kleinen Dinge

  1. Schick. Und das Detail mit der Nuss ist cool.

    Kalender sind echt so eine Sache. Es gibt irgendwie noch keine sinnvolle Lösung wie man Ereignisse eine Kampagne auf einem Kalender mitschreiben kann.

    • Ähnliches verwendete schon Gary Gygax im Kalender für die „World Of Greyhawk“. Da er dort jeden Monat mit 28 Tagen (der Mondzyklus von Luna) gleichschaltete, spannte er 4 „Festwochen“ ein, um auf ein erdähnliches Jahr von 364 Tagen zu kommen. Diesen Festwochen gab er dann auch entsprechende kulturelle wie religiöse Bedeutungen.

  2. Gefällt mir sehr gut! Bin überhaupt schon reichlich gespannt auf Deine Welt ARACLIA. Nach den tollen Ideen in den Destiny-Produkten ist allerdings auch eine gewisse Erwartungshaltung bei mir zu merken… 😉

    Die kleinen Details sind es auch für mich, mit denen ein Buch, ein Film oder eben auch ein Spiel steht und fällt. Sie haben nämlich die Macht, selbst einen abgedroschenen Grundplot oder klischeehafte Hintergründe erinnerungswürdig zu machen und dem Ganzen dadurch wieder etwas „Neues“ zu geben.

    • Das sehe ich auch so. Ist halt ein Greuel aus Marketingsicht. Man kann die Kleinigkeiten weder in einem Elevator Pitch rüberbringen, noch stechen sie bei oberflächlichem Drüberlesen ins Auge. Als kommerzielles Projekt hätte ich davon die Finger gelassen, aber zum Glück denke ich nicht kommerziell…

      • Kannst Du denn schon ansatzweise etwas zu einem voraussichtlichen Veröffentlichungstermin von Araclia sagen? Und planst Du eine systemlose Weltbeschreibung oder enthält Araclia dann „stats“ für Destiny und Portal? Und – wo ich gerade so am Fragen bin – gibt es Pläne für eine Verbindung der einzelnen Settingelemente aus Beginner (Lys Marrah), Dungeon (Istarea) und Valmorca zu einem „offiziellen“ Destiny-Setting?

        • Araclia sollte eigentlich dieses Jahr noch fertig werden, aber als Einmann-Unternehmen trau ich mich da keine verbindlichen Zusagen zu treffen. Es wird prinzipiell systemlos sein, aber einen Anhang fuer Destiny und Portal beinhalten. Die Verbindung der Settingelemente Lys Marrah und Istarea wird sich im Setting ‚Der Leere Thron‘ erschließen, welches im Destiny Hauptregelwerk enthalten sein soll. Da ich die Destinyregeln aber schon veroeffentlicht habe (in Valmorca), hat dieses Projekt fuer mich keine Priorität, weshalb es sich immer wieder verzögert. Geplant ist es aber.

          • Auch, wenn es das Thema hier etwas „entführt“, noch eine kleine Anmerkung: die Sache mit einem Anhang finde ich eigentlich eine gute Sache – ich wünschte, sowas gäbe es für viele Fantasywelten. So hat man das Grundbuch „systemfrei“ und kann theoretisch noch weitere Anhänge für andere Systeme nachschieben – oder dies von Fans erledigen lassen, die das aus Eigenantrieb machen. Wolfgang Baur z.B. hat für sein „Midgard“ Setting ähnliches gemacht.
            Was die Sache mit dem Ein-Mann-Unternehmen angeht, so habe ich Dir kürzlich eine E-Mail geschrieben – ich hoffe, sie ist nicht in Deinem Spamfolder gelandet… 😉

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